Organspende

26. Juli 2011

Das Thema Organspende kann für jeden von heute auf morgen aktuell werden – doch trotzdem beschäftigt man sich nicht gerne damit. Warum sind Organspenden wichtig, wann werden sie durchgeführt und wie wird man Organspender?

Die Transplantation von Organen ist lebenswichtig. Doch Nieren, Leber oder sogar das Herz eines Menschen sind nur selten zu bekommen. Stirbt eine Person an Altersschwäche, so können die Organe meist nicht mehr verwendet werden. Ebenso sind sie unbrauchbar, wenn der Verstorbene an Krankheiten und Süchten litt, die auf die Organe übergegriffen haben. Die Bezugsquellen sind daher rar gesät. Es sind meist Unfallopfer, die mit ihrem Tod anderen Menschen zum Weiterleben verhelfen. Wurde der Hirntod eindeutig festgestellt und sind die Organe des Verstorbenen noch intakt, können diese entnommen und transplantiert werden. Doch dazu ist immer auch das Einverständnis des Spenders (oder gegebenenfalls von dessen Angehörigen) erforderlich. Oft fällt die Entscheidung dazu nicht leicht.

Gegen eine Organspende wird häufig der Grund der Zweckmäßigkeit eingewandt: Angenommen, ein Mensch hat einen Unfall und wird schwer verletzt von einem Arzt aufgefunden. Dieser hat nun die Wahl, der Person zu helfen und damit ein Leben zu retten – oder den Verunfallten sterben zu lassen, und mit seinen Organen zwei oder drei Erkrankten ein neues Leben schenken zu können. Doch ist diese Argumentation falsch. Ein Arzt wird nie aus solchen Gründen eine Abwägung zwischen Leben und Tod treffen. Ein Unfallopfer kann sich gewiss sein, dass es im Zweifelsfall nicht sterben gelassen wird, damit anderen Menschen geholfen werden kann.

Hingegen sind die Gründe für eine Organspende eindeutig: Der Verstorbene benötigt sie ganz einfach nicht mehr. Bei ihm würden sie eingeäschert oder in der Erde vergraben. Dabei könnten sie noch funktionstüchtig sein und ihren Dienst im Körper anderer Personen volltauglich verrichten. Der Bedarf an Organen ist groß, insbesondere schwere Krankheitsfälle sorgen immer wieder dafür, dass etwa die Nieren versagen oder das Herz kollabiert. Geholfen werden kann hier meist nur, wenn möglichst schnell transplantiert wird. Doch sind die Wartelisten dafür in der Regel sehr lang: Eine endlose Zeit für die Betroffenen, die sich häufig nur eine Beendigung ihrer Leiden wünschen.

Wer Organspender werden will, sollte diese Entscheidung auf einem Zettel oder einer kleinen Karte notieren und gut sichtbar – etwa in der Brieftasche – bei sich tragen. Ebenso kann eine gegenteilige Aussage dort vermerkt werden: Ich möchte nicht, dass meine Organe verwendet werden. Der eintreffende Unfallarzt hat beide Bestimmungen fraglos zu akzeptieren. Statt eines Zettels lässt sich jedoch auch der entsprechende Vordruck einer gemeinnützigen Organisation benutzen. Diese werden von dem Arzt aufgrund ihrer Aufmachung meist sehr schnell unter den Bankkarten, Führerscheinen und Ausweisen gefunden. Findet er eine solche Karte nicht, müssen die Organe im Leib des Verstorbenen bleiben. Dagegen könnten sie anderen Menschen vielleicht das Leben retten.

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