Reiseimpfungen: Warum, weshalb, woher?

12. Juli 2011

Wer in ferne Länder, aber auch in manche Staaten Europas reist, sollte sich ausreichend impfen lassen. Aber auch Impfungen gegen bei uns vorkommende Krankheiten sollten eventuell aufgefrischt werden.

Der Impfschutz vieler Vakzine ist oft erst nach einigen Wochen gegeben, so dass man mit der Planung einer Reise auch die notwendigen gesundheitlichen Vorkehrungen treffen sollte. So schützt man sich selbst und eventuell auch sein Umfeld vor Ansteckung und Krankheit. Denn schließlich soll ein Urlaub Freude und Erholung garantieren und nicht ins Krankenhaus und möglicherweise sogar in eine Quarantäne führen.

Der erste Ansprechpartner ist der Hausarzt. Er kann gegen einige Infektionskrankheiten selbst impfen und Adressen und Ansprechpartner nennen. Die Tropeninstitute und niedergelassene Mediziner mit Schwerpunkt auf Tropenimpfungen sind spezialisiert auf diesem Gebiet. Diese Impfungen müssen mindestens einen Monat vor der Reise verabreicht werden. Plant man einen längeren Aufenthalt in tropischen Gebieten, so sollte man bis zu einem Vierteljahr vor der Reise bei einem Tropenmediziner vorsprechen. Die Kosten für diese Impfungen muss man selbst tragen und sie werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Ins Reisebudget sollte man diese Kosten deshalb gleich mit einplanen.

Ausreichender Impfschutz sollte gegen folgende Erkrankungen grundsätzlich und nicht nur bei Reisen bestehen: Tollwut, Tuberkulose, Masern, Mumps, Röteln, Poliomyelitis, Diphterie und eventuell gegen Pocken.

Hepatitis A und B kommen nicht nur in tropischen Gebieten vor, sondern man kann sich damit auch mitten in Europa anstecken. Eine Grundimmunisierung gegen diese beiden Lebererkrankungen ist deshalb immer sinnvoll. Gegen Hepatitis C gibt es noch keinen Impfung.

Gegen Gelbfieber sollte sich jeder Reisende impfen lassen, der nach Afrika, Asien und Südamerika reisen möchte. Der Impfschutz setzt bereits zehn Tage nach der Impfung ein und hält bis zu zehn Jahre vor. Diese Impfung darf nur von Tropenmedizinern und speziellen Impfzentren verabreicht werden.

Die bakterielle Meningitis war auch in Europa früher sehr weit verbreitet und trat epidemisch auf. Inzwischen sind die jährlichen Neuerkrankungen auf ein paar Hundert im Jahr zurück gegangen. Wer aber nach Afrika und in den Nahen und Mittleren Osten reist, sollte sich unbedingt gegen diese Krankheit impfen lassen, da sie immer wieder epidemisch auftritt. Wer Japan besucht, sollte sich gegen die japanische B-Enzephalitis impfen lassen.

Eine Malaria-Prophylaxe sollte mit dem Arzt besprochen werden, eine Impfung gibt es leider noch nicht. Auch gegen das Denguefieber Asiens gibt es noch keine Impfung. Gegen Cholera gibt es eine vorbeugende Impfung, die auch mildernd auf andere Durchfallkrankheiten wirkt. Für die weltweit verbreitete Infektionskrankheit Lepra gibt es immer noch keine Impfung, aber die Zahlen der Neuansteckungen sind zurückgegangen.

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