Rücken: Das Kreuz mit dem Kreuz

18. September 2015

Viele Menschen leider unter Rückenschmerzen. Durch ausreichend Bewegung können diese gelindert bzw. vermieden werden.

Die meisten Menschen gönnen sich bei Rückenschmerzen Ruhe. Im Liegen wird die Wirbelsäule optimal entlastet, was in akuten Stadien wie Nervenentzündungen („Hexenschuss“) oder Bandscheibenvorfällen auch sinnvoll ist. Strikte Bettruhe ist aber meist nicht erforderlich. Denn bei den weit verbreiteten chronischen Beschwerden hilft Bewegung.

Dass Sport und Bewegung gegen Rückenschmerzen helfen und gegen die Beschwerden im Kreuz sogar vorbeugen, ist nicht nur ein Erfahrungswert, dafür gibt es auch nachgewiesene wissenschaftliche Erklärungen.

Viele Wirbelsäulen-Symptome nehmen an der Bandscheibe ihren Ausgang. Das zähe Bindegewebsorgan ist nicht durchblutet, sondern wird durch Zug und Druck ernährt. Die Bandscheibe saugt dabei „wie ein Schwamm“ die umliegende Körperflüssigkeit mit den Nährstoffen auf. Darum ist klar, dass eine zu viel oder zu wenig bewegte Bandscheibe schwächer werden muss und es zu Vorwölbungen des Faserringes („Protrusion“) kommt, der dann auf das Nervengewebe drückt und Rückenschmerzen verursacht.

Eine Überbelastung der Bandscheiben ist also genauso schädlich wie ein Mangel an Bewegung. Hinzu kommt, dass die Wirbelsäule durch Muskeln und Bänder stabilisiert wird. Sportliches Training stärkt die Rückenmuskulatur und hilft so, die chronischen Beschwerden zu mindern. Nicht immer muss es ein Muskelaufbau im Fitnesscenter sein. Allerdings hat das den Vorteil, dass Physiotherapeuten zu gezielten Rückenübungen anleiten können.

Sie können auch regelmäßig Fahrrad fahren, wenn Sie einige Regeln beherzigen. Am besten ist eine leicht nach vorn übergebeugte Sitzposition. Die Schonhaltung verhindert allzu harte Stöße durch Bodenunebenheiten. Wenn Sie kein vollgefedertes Fahrrad haben, können Sie eine Federsattelstütze nachrüsten.

Joggen ist für den Rücken wegen der starken Stoßbelastung auf die Bandscheiben und die Gelenke weniger gut geeignet. Wenn Sie die Gelenke schonen wollen oder müssen, ist Schwimmen als idealer Sport für den Rücken empfehlenswert. Sehr gezielt hilft eine spezielle Gymnastik, die Sie leicht zu Hause durchführen können. Sie brauchen dafür nicht viel: Für die Übungen reichen eine Matte, ein Thera-Band sowie ein Ball völlig aus.

Wichtig ist, dass Sie sich regelmäßig betätigen. Schon 15 Minuten täglich sind für einen spürbaren Effekt ausreichend. Sie werden bei den Übungen merken, dass nicht nur die Rückenmuskulatur alleine gestärkt werden soll. Denn die Wirbelsäule ist in das Skelettsystem als Ganzes eingespannt und nie isoliert zu betrachten. Deswegen gehören auch Dehnübungen der Gliedmaßen zu jedem Rückentraining dazu, denn ein gelenkiger Körper ist orthopädisch gesünder. Auch ein Yoga-Kurs, zum Beispiel an einer der zahlreichen Volkshochschulen, kann hilfreich sein, Rückenprobleme zu lindern.

Übrigens gibt es Übungen, die bei akuten Beschwerden sofort helfen. Bekannt dafür ist die 3 Minuten gehaltene halbe Kniebeuge.

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